IN TRANSIT IN PROCESS

Tatkräftig haben die beteiligten Fotografen ihre Ausstellung gemeinsam realisiert:

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IN TRANSIT OPEN CALL

“IN TRANSIT – Der Blicke der Anderen“

Schick uns Deinen Blick!  Einsendeschluss: 30.10.2012

Werde Teil einer Ausstellung im Rahmen des 5. Monats für Fotografie in Berlin am Bahnhof Ostkreuz.

Hier die ersten Motive in der FLICKR GALERIE OPEN CALL IN TRANSIT.

Das Projekt stellt sich der Herausforderung Fotografie als dokumentarische, künstlerische und politische Beschreibung von Welt zu verstehen und als partizipatorisches Projekt einem öffentlichen „IN TRANSIT“ Raum am Bahnhof Ostkreuz zu präsentieren. ‚Der Blick der Anderen’ wird in einen Diskurs über unsere gegenwärtige(n) Gesellschaft(en) gestellt, indem die Kuratorin Jaana Prüss Bilder professionell und künstlerisch arbeitender Fotograf/innen mit denen von Mitbürger/innen, Passanten, MdF-Besucher/innen u.a., die sich an einem offenen Call beteiligen, in einen ‚Dialog der Blicke’ bringt.

Wir suchen Wahrnehmungen zu den aktuellen gesellschaftlichen Fragen des Wandels (in Transformation), nach Situationen im Übergang, Provisorien und zeigt in seiner Heterogenität Perspektiven zu Individuum und Gesellschaft, Commons, Mobilität, Migration, Flucht, wie auch Fragen der Suche nach Zuflucht und Verortung, nach Aufgaben, Arbeit, Sinn und neuen Strategien des ‘Überlebens’.

Jede/r ist eingeladen sich daran selbst aktiv und bildnerisch zu beteiligen. Kontakt: intransit[at]morgengruen.de

Julia Brodauf

Olaf Spillner (1-3)

Veranstalter: und.Institut für Kunst, Kultur & Zukunftsfähigkeit e.V. in Kooperation mit Loris – Galerie für Zeitgenössische Kunst
Ort: Bahnhof Ostkreuz Berlin
Zeitraum: 15.10. – 30.11.2012

5. Europäischer Monat der Fotografie

BENTEN CLAY

Die fotografische Portrait-Sequenz spielt mit den subtilen Verschiebungen zwischen Zuversicht, Unantastbarkeit, Überzeugungsarbeit und dem Bedürfnis nach Trost. Wirtschaftliche und politische Abhängigkeiten, Machtverstrickungen und das Streben nach Gewinn führen zu undurchsichtigen Entscheidungen auf höchster Ebene, die nicht mehr durch objektive Faktoren begründet sind oder der Allgemeinheit dienen. Die Folgen dieser Beschlüsse sind oft unkalkulierbar und mögliche negative Auswirkungen werden verdeckt. Dennoch sind diese öffentlichen Bekanntmachungen mit Fassaden aus Überzeugung und Zuversicht geschmückt. Hier und da wird dieses Bild von einem Schimmer aus Zweifel und Erschöpfung abgelöst. Die Reaktionen der Vertrauten schwanken zwischen Vertrauen, Trost und Ermutigung.

BENTEN CLAY, consideration 1

BENTEN CLAY ist ein weltweit agierendes Unternehmen und produziert medienübergreifend mit Fokus auf dem Langzeitprojekt Age of an End. Darin werden Erscheinungen der Jetzt–Zeit, wie die Limitation natürlicher Ressourcen, Ausformungen und Mechanismen von Macht und unkontrollierbare Faktoren des menschlichen Strebens untersucht.

Gründung: 15.08.2011 in The Palm, Jumeirah, Dubai
Start der Produktion: 11.9.2011 in Olkiluoto, Finnland
Headquarter: Berlin, Deutschland
Größter Unternehmensbereich: Forschung & Entwicklung

http://www.bentenclay.com/ausstellung-10-intransit.html

Maurice Weiss

„Maurice Weiss gehört zu den herausragenden Fotografen, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort aus der richtigen Perspektive das überzeugende Bild schießen, die dann aber nicht nur auf den Auslöser drücken, sondern auch noch das Gespür haben, wie aus dem Miterlebten ein außergewöhnliches Bild wird.“ (fotokunst)

„Menschen, die in Städten leben, entfernen sich von der Natur. Eine Sehnsucht treibt diese Menschen wieder in die Natur, nur möchte der Mensch dann auf seinen städtischen Komfort nicht mehr verzichten. Man baut ihm auch einen Sessellift in die Wüste, ein gutes Geschäft für den Betreiber. Dieser Sessellift führt zu einer riesigen Sanddüne, auf der man dann mit einem Kamel herumgeführt wird, bevor man mit Schlitten wieder herunter fährt. […]

Die Stadt ist fertig, wenn Menschen dort leben, nur was braucht der Mensch, um in einer Stadt leben zu wollen? Reicht ein Arbeitsplatz? Oder braucht er irgendeine Art von städtischer Kultur? Und wenn, was wäre das? Ordos ist und bleibt ein spannendes Projekt, ich werde es weiter begleiten.“ (Maurice Weiss im Interview mit Linn Schröder, 08.06.2012)

Für IN TRANSIT präsentiert der in Berlin lebende Fotograf, der seit 1995 Mitglied der Agentur OSTKREUZ ist, folgende drei Motive:

Maurice Weiss, Seilbahn, Ordos, Mongolei, 2008

Josef Ackermann, März 2012, Deutsche Bank, Frankfurt Main

Dezember 2011, ۀgypten, Verletzter vom Tahir Square

* Max Merz

Max Merz Arbeiten entstehen auf seinen Reisen, auf alltäglichen Spaziergängen, an den unterschiedlichsten Plätzen auf dieser Welt, wo auch immer dem Fotograf etwas ins Auge springt. Stets hat er seine Plaubel Makina 67 dabei, um im entscheidenden Augenblick die Momente festzuhalten, die sein individuelles Interesse wecken.

Ungeplant, ohne Erwartungen oder Druck, frei und ungebremst mit einem wachsamen Auge vom Geschehen lässt er sich von seinem Leben in seiner Arbeit leiten …

Belgrad/Berlin, September 2012

* Christian Reister

„Der Alexanderplatz ist einer der größten Verkehrsknotenpunkte der Stadt. Regionalbahnen, S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn, Bus, Taxis. Die meisten Passanten hasten schnell drüber weg, um eilig den Zug zu wechseln oder ein paar Erledigungen im Saturn, Kaufhof oder anderen schmucklosen Kettengeschäften zu machen. Der Platz selbst ist unwirtlich, lädt kaum zum Verweilen ein. Auch wenn er immer wieder umgestaltet wurde und jede Menge Festivitäten dort veranstaltet werden: Weihnachtsmarkt, Oktoberfest, Gauklerfest. Kinderfest… Die Buden sind dann meist die selben und werden nur rudimentär dem jeweiligen Anlass entsprechend umdekoriert. Mich hat es zwischen 2008 und 2010 immer und immer wieder auf diesen Platz gezogen, um das Leben dort zu beobachten und in der rohen, kalten Beton-Kulisse menschliche, manchmal melancholische oder bedrückende, oft aber auch unerwartet herzliche oder einfach witzige und skurrile Momente zu finden. Wie diesen Mann mit dem Autoreifen um den Hals, der mich an einen Rettungsring denken lässt.“

– Christian Reister, Sept. 2012 –

Aus den Fotografien vom Alexanderplatz hat Christian Reister ein Buch mit dem Titel ALEX zusammengestellt. Mehr dazu: http://www.reister-images.de/alex